I prefer the drummer
Detroit Rock City
Musik bedeutete für mich schon früh eine eigene Welt zum Ein- und Wegtauchen.
Der Stil war für mich Nebensache.
Wichtig war mir eine gewisse Einzigartigkeit und Stimulanz.
Die nennt man „Groove“, habe ich später gelernt.
Warum Schlagzeug?
Naja, die meiste Aufmerksamkeit bekommt der Gitarrist, aber Aufmerksamkeit war für mich nie ein Engpass.
Mit meiner Entscheidung fürs Schlagzeug und meinem Musikgeschmack lag ich bequem neben dem Trend der Zeit; aber der Peak Gauß’scher Glockenkurven war nie meine Komfortzone.
Who was trained not to spit in the fan?
In der Schule lernte ich mit der Rhythmus AG die Haptik des Trommelns und auch den Bert kennen, konnte ein wenig nach Anleitung üben und spielte in Schülerbands sowie bei Schulaufführungen.
Nach Sommerferien in einer Fabrik konnte ich mir endlich ein eigenes Schlagzeug kaufen.
Mit „Super Drumming“ im Fernsehen und Schallplatten von Eloy erweiterte ich allmählich mein Repertoire an Grooves und Fills.
When the hunger descends
Bands gründen sich und gehen auch wieder auseinander; einige Konstanten bleiben bestehen.
Das sind grob zusammengekürzt Thomas und eben Bert.
Mit Thomas habe ich 1994 auch Berts Band „Lieschen Singt“ (oder so ähnlich) besucht, eine echt coole Kapelle aus ehemaligen Mitschülern, darunter „Kursphasen-Elmar“ und Sascha aus unserem sowie Patrick aus Berts Jahrgang.
Hello, I′m the lie living for you so you can hide
Der Bert quatschte mich dann mal im Baumarkt an, ob ich Bock auf eine Session hätte, weil sie gerade ohne Trommler daständen.
Er stieg dann auch als Bassist in den Chor mit ein. Chor?
Singen, ja. Da war ja noch was. Acht Jahre Gospelchor. Als Tenor.
Bei der nächsten Trommelflaute von Lies & Sins stieg ich ganz ein.
Mit Bert synchronisiert und in Elmars Soundwand eingekuschelt, konnte ich hier in die „Zone“ entschweben und alle erdrückenden Lasten je einen Song lang vergessen.
Gut, dass die Songs so lang sind.
It’s in the water, baby
Seit „Generation Head Up“ sind die Songs sogar noch länger geworden, die Grooves ausgefeilter, der Elmar saxophoniger.
Nach all den Jahren ist unsere Kreativmaschine gut eingefahren und ich erwarte noch viele großartige Werke, die nur eine Nische bedienen, diese dann aber voll auf die Zwölf treffen.
Marc Lange ist ja auch nicht mehr „der neue“ und mit Michas Rückkehr sehe ich zuversichtlich in die Zukunft.
Rock on!
