Mitte der 80er Jahre hatte ich meinen Freund Andi, mit dem ich zusammen Handball spielte.

Andi war musikbegeistert und lernte Gitarre, bei uns um die Ecke im Musikladen Zika Jovanovic.

Nein keine Balkanbeats, gab es damals noch nicht.

Ganz normal, Peter Bursch Songbook mit dünner Plastiksingle drin;

damit man wusste, wie es eigentlich klingen sollte.

Peter Bursch habe ich 2023 auf Kreta kennengelernt, aber das ist eine andere Geschichte.

Andis Gitarrenlehrer stand auf Kansas, Yes, Genesis, Camel und einigen anderen Frickelsound.

Andi hing dann auch bald an dieser Nadel und hat mich angesteckt.

Jedenfalls kam er nach dem Unterricht immer zu uns zum Kickern und Abendessen und dann wollte ich das auch mit dem Gitarrespielen.

Mein Vater sah das allerdings ganz anders, wie so vieles.

Also habe ich mir gegen seinen Widerstand eine Gitarre besorgt und bezahlt und stieg in die Zweitverwertung von Andis Gitarrenunterricht ein.

Für den Andi dann wiederum von mir 5 oder 10 Mark bekam.

Guter Deal würde ich sagen.

Andi war mir gitarren- und gesangstechnisch weit voraus und überholt habe ich ihn viele Jahre später nur, weil er irgendwie die Lust verloren hat.

Weil ich meistens mein eigenes Ding machen wollte und relativ schmerzfrei für Kommentare von außen war, habe ich dann nach kurzer Zeit angefangen eigene Songs zu machen;  ging auch schon mit 2,5 Akkorden.

Mit eben diesen habe ich dann mit 15 den Musikwettbewerb des Solinger Tageblatts gewonnen.

Es gab wenig Konkurrenz und 500,- Mark.

Damit war mein Vater dann ruhig, von wegen Zeit- und Geldverschwendung.

Ich schätzte meine Fähigkeiten kurze Zeit später so hoch ein, dass ich einen Song für meine erste große Liebe schrieb.

Na ja; es hat nicht gereicht.

Dann kamen die ersten Bandversuche.

Das einzige, was einigermaßen taugte, war eine A Capella Band.

Über die Jahre wurde das Singen wichtiger, aber eine instrumentale Grundlage machte dann doch mehr her.

1990 in Köln hat es mit Michael und Jürgen und Popkiller bandmäßig gezündet.

Als ich 1995 nach Berlin ging, war es das allerdings.

Ich spule in Berlin mal etwas vor: Singer/Songwriterphase, noch etwas Klavier gelernt, einige Jahre die Band :razz angetrieben, dann Home-Recordingphase und dann und dann: Generation Head Up